Naturschutz

Streuobstwiesen

Streuobstbestände gehörten jahrhundertelang zum typischen Bild unserer Kulturlandschaft. Doch leider hat die Intensivierung der Landwirtschaft mit jährlich wachsenden Mais- und Getreidefeldern dem Streuobstanbau stark zugesetzt, zumal sich gleichzeitig die Rentabilität für Streuobst stark verschlechtert hat. Zudem zählen Streuobstwiesen zu den Biotoptypen, die durch die Ausweitung der Neubaugebiete besonders oft negativ betroffen sind. In den vergangenen Jahren wurden viele Streuobstbestände dieser Entwicklung geopfert, ohne dass in irgendeiner Weise Ausgleich geschaffen wurde. Die bestehenden Streuobstwiesen sind stark überaltert und häufig in einem schlechten Pflegezustand. Neupflanzungen von Obstbaumhochstämmen sind selten. Viele auf Streuobstwiesen spezialisierte Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht, wenn nicht entscheidende Schritte zum Erhalt der wertvollen Lebensräume eingeleitet werden.

Eine wichtige Aufgabe des GAU ist es deshalb, vorhandene Streuobstbestände zu erhalten und durch Neupflanzungen zu ergänzen. Neben der Pflanzung von Einzelbäumen oder kleinen Baumgruppen entlang von Feldwegen ist es dem GAU gelungen mehrere private Flächen anzupachten, wo neue Streuobstwiesen angelegt werden konnten.

Zur Zeit (Ende 2001) betreut der GAU 215 neu gepflanzte Obstbaumhochstämme und circa fünfzig Altbäume.

Die Neupflanzungen erfordern in den ersten zehn Jahren einen jährlichen Erziehungsschnitt, die alten Bäume werden alle zwei bis fünf Jahre ausgelichtet und verjüngt.

Die Mahd der Wiesen übernehmen einige Landwirte, die sich dadurch ein kleines Zubrot verdienen können. Aus dem anfallenden Obst wird größtenteils Apfelsaft produziert, der in der GAU Geschäftsstelle erworben werden kann. Mit dem Kauf dieses gesunden Naturprodukts unterstützen Sie die Schutzmaßnahmen für unsere Streuobstbestände.



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