Rundschreiben

Herbst 2002


September 2002

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturfreunde,

rechtzeitig zum Erscheinen unseres neuen Halbjahresprogrammes möchte ich Sie wieder über einige Aktivitäten unseres Vereines im letzten Halbjahr informieren:

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Hochwasser, ein unabwendbares Schicksal?

Die Welt gerät aus den Fugen? Hitzewellen, Dürreperioden, Waldbrände, Überschwemmungen brechen über die Menschen an den unterschiedlichsten Orten auf diese unsere einzige Welt herein. Naturkatastrophen verbreiten Angst und Schrecken.

Gerade jetzt verteilen sich Wassermassen von unbeschreiblichem Ausmaß u.a. über unser Land. Die bekannte Jahrhundertflut scheint sich jährlich und immer gewaltiger zu wiederholen.

Zwischenzeitlich sind auch diejenigen, die solche Ereignisse als Laune der Natur bisher abgetan haben, ins Grübeln gekommen und schließen eine Klimaveränderung nicht mehr grundsätzlich aus.

Experten warnen schon lange, dass die nachgewiesene Erderwärmung von Menschenhand beeinflusst ist. Der CO2-Ausstoß der letzten Jahrzehnte führte zu einem Ansteigen der Durchschnittstemperaturen. So wurden in den letzten 10 Jahren die 9 wärmsten Jahre, seit es seit 140 Jahren Aufzeichnungen gibt, gemessen.

Die Erkenntnis besteht schon lange. Leider haben die Umweltgipfel in Rio 1992 und Kyoto 1997 keine nennenswerte Verbesserung im weltweiten Klimaschutz gebracht. Auch der Ende August 2002 begonnene Umweltgipfel in Johannesburg wird wenig verändern. Alles was das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen könnte wird vielfach auf Kosten des Umweltschutzes geopfert. Echte Zuwachsraten sind insbesondere zu erkennen bei(m): Erhöhung der Hochwasserdämme, Erderwärmung, Abholzen der Urwälder, Artensterben, Landversiegelung, Naturkatastrophen und Versicherungsprämien.

Vieles ist auch regional verursacht. Durch Ausbau der Flüsse zu Abwasserrinnen (die letzten naturbelassenen Flussabschnitte an Donau und Elbe sollen auch noch verbaut werden), weiterhin Entwässerung der Fluren, Zupflastern der Landschaften (in Bayern werden täglich 40 Fußballfelder überbaut), Abholzung der Auwälder, Verbauung der Flußauen und damit Wegfall von Stauräumen (nach dem Oderhochwasser wurden exakt an den gleichen Stellen die weggerissenen Häuser u.a. mit staatlichen Mitteln und Spenden wieder aufgebaut) verschärft sich die Situation weiter.

Zwischenzeitlich ist der Natur- und Umweltschutz zur Marginalie verkommen. Im derzeitigen Bundestagswahlkampf spielt er keine Rolle. Alles ist auf kurzfristiges Handeln ausgerichtet. Langfristige Sicherung unserer Lebensgrundlagen holt keinen hinterm Ofen hervor.

Schieben wir nicht alles auf die Politiker. In großem Maße sind wir an vielen Entwicklungen selbst schuld. Wir sind nicht bereit Einschränkungen hinzunehmen oder gar Verzicht zu üben. Wer uns nicht alles zum Nulltarif verspricht, wird bei der nächsten Wahl abgestraft. Schließlich lebt man ja nur einmal und nach uns die berühmte Sintflut.

Wetten, dass sich nichts ändern wird. Wenn die gröbsten Schäden behoben, das Leid der Betroffenen verdrängt und die politischen Statements verhallt sind, geht man zur bekannten Tagesordnung über. Sollte sich ein neuerliches Hochwasser ereignen, steht ja die altbewährte Sandsackpolitik wieder zur Verfügung.


Lassen Sie mich auch von positiven Dingen aus unserer Arbeit berichten. Dank des nicht nachlassenden Einsatzes von Wolfgang Gaus und Alfred Seiler und ihren Helfern kommt der Innenausbau der Geschäftsstelle voran. Ende des Jahres dürfte das meiste geschafft sein. Neben den anderen Arbeitseinsätzen sowie der Betreuung von Naturschutzprojekten war u.a. im Juli das Beobachten von Schleiereulen an einem lauen Juli-Abend ein besonderes Highlight. Diese herrlichen Nachtjäger bei ihren Ausflügen zu sehen hat alle Teilnehmer begeistert und war ein Naturerlebnis der besonderen Art. Solches hautnah zu erleben ist vor allem unserem Vorstandsmitglied Hubert Förster und seinen Helfern zu verdanken, die in unermüdlichem Einsatz Brutkästen bauen und sie in Scheunen einbauen. Da ihr Wirken bei sehr vielen Landwirten auf Verständnis und Unterstützung trifft, konnten sie zwischenzeitlich weit über 100 solcher Kästen im Landkreis Neu-Ulm anbringen. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich allen freiwilligen Helfern, ganz gleich an welcher Stelle und in welcher Funktion sie tätig sind, ganz herzlich für ihren ehrenamtlichen Einsatz und ihre Unterstützung danken



Ihr Peter A. Freitag

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Star-Live in den Grundschulen Pfuhl und Ludwigsfeld mit großem Erfolg

Das im letzten Jahr in Gerlenhofen gestartete Projekt des GAU mit den eingebauten Kameras in Starennistkästen wurde in diesem Jahr in den Grundschulen in Pfuhl und Ludwigsfeld fortgeführt. Mit der finanziellen Unterstützung durch die Stadt Neu-Ulm konnten wir zwei Kamerasysteme erwerben, die durch eine sehr gute Bildqualität zu überzeugen wussten. Nachdem die Stare uns zunächst auf dem Bezug der Nistkästen ein bisschen warten ließen, war die anschließende Brut wieder ein großes Erlebnis für Schüler und Lehrer.

Im nächsten Frühjahr werden wir diese Kameras mit den dazu passenden Nistkästen zwei weiteren Grundschulen im Stadtgebiet von Neu-Ulm kostenlos zur Verfügung stellen.

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GAU im Internet

Der GAU ist im Internet vertreten. Unter http://www.gau-neu-ulm.de sind die ersten Seiten unseres Internetauftrittes abzurufen.

Für Kritik und Anregungen sind wir sehr dankbar, denn schließlich ist es unser erster Internetauftritt. Nutzen Sie deshalb unser Gästebuch oder senden Sie uns Ihre Vorschläge an unserer E-mail-Adresse i n f o @ g a u - n e u - u l m . d e.

Wenn Sie selbst bereits eine E-mail-Adresse besitzen, teilen Sie uns diese bitte mit. Wir können Sie dann in Zukunft auch auf diesem elektronischen Wege informieren.

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Renovierung Geschäftsstelle

Die Renovierung unserer Geschäftstelle ist nun sehr weit vorangeschritten. In allen Räumen wurden die Elektroinstallation komplett erneuert, die Decken neu eingezogen, die Wände frisch verputzt und neue Böden mit sog. OSB 3 Platten ausgelegt. Nur noch das Treppenhaus und ein kleiner Abstellraum müssen neu verputzt werden, dann sind zumindest die gröbsten Arbeiten erledigt.

In diesem Zusammenhang möchten wir uns wieder bei unseren Helfern bedanken. Ein besonderer Dank gilt Herbert Hauke für die komplette Elektroinstallation, Peter Korn für seine Hilfe bei der mühevollen Entfernung von mehreren alten Farbschichten auf dem Innenputz, Joachim Fröhlich für die Fliesenarbeiten in beiden WC's und Bodo Meusburger für die Erstellung eines Einbauschrankes und anderen Innenausbauarbeiten.

Bei unserem Mitglied Gert Bleilinger bedanken wir uns für die großzügige Spende des benötigten Elektroinstallationsmaterials und die technische Beratung.

Obwohl wir durch unsere Eigenleistungen die Kosten der Renovierung wirklich auf ein absolutes Minimum senken konnten, werden aber noch weitere Spenden benötigt, um auch die letzten Feinarbeiten zügig zum Abschluss bringen zu können. Ein Spendenüberweisungsträger liegt diesem Rundschreiben bei. Für Ihre Unterstützung danken wir bereits im Voraus.

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Halbjahresprogramm

Diesem Rundschreiben ist unser gelbes Halbjahresprogramm beigefügt. Neben dem Besuch des Burgauer Tiermuseums mit vielen präparierten heimischen Tieren haben wir auch wieder einen Bastelabend zum Thema Türschmuck unter der Leitung von Brigitte Miller aus Marbach im Programm.

Im Oktober bieten wir Ihnen wieder einen Pilzvortrag und eine Pilzführung mit Gerd Fischer vom Arbeitskreis Mykologie Ulm an, der auch eine Woche später bei der 15. Apfelausstellung eine umfangreiche Pilzausstellung präsentieren wird.

Im Januar schließlich zeigt uns Peter A. Freitag einen dreidimensionalen Diavortrag über die USA und im Februar Heinz Schenk einen Diavortrag über die heimischen Moore.

Wir hoffen, dass wir auch Ihr Interesse wecken können und freuen uns auf Ihren Besuch.

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Schleiereulenkontrollen

Die bereits im Frühsommer durchgeführten Kontrollen der Schleiereulenkästen haben einen doch überraschend großen Erfolg dieser Artenschutzmaßnahme belegt. Bei den Kontrollen wurden von Hubert Förster und seinen Helfern 122 junge Schleiereulen gezählt. Je nach Witterungsverlauf sind auch noch Zweitbruten möglich, sodass sich diese wirklich erfreuliche Zahl noch weiter erhöhen könnte.

Die genauen Belegungszahlen werden wir im Februar-Rundschreiben veröffentlichen.

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Arbeitseinsätze

Wie in jedem Herbst stehen auch dieses Jahr einige Arbeitseinsätze an. Beginnen werden wir am 14. September mit der Müllbeseitigung am Plessenteich. Am Samstag, den 21. September müssen besonders feuchte Bereiche in der Illerschleife mit einem Balkenmäher abgemäht und das Mähgut mit Gabeln in trockenere Zonen verfrachtet werden, wo es dann wieder maschinell aufgenommen und zur Verwertung wegtransportiert wird.

Ob ein dritter Arbeitseinsatz am 5. Oktober noch erforderlich sein wird, ist erst nach diesen beiden Einsätzen zu entscheiden.

Jeder Helfer kann sich seiner Kondition entsprechend einbringen, so dass niemand überfordert wird. Bitte helfen Sie uns wieder kräftig mit – wir freuen uns auf jede helfende Hand.

Übrigens wird wie immer für Essen und Trinken gesorgt.

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Apfelausstellung mit Sonderausstellung Pilze und Kürbisse

Am 12. und 13. Oktober findet die diesjährige 15. Apfelausstellung in Schwaighofen im neuen Autohaus der Fa. Wuchenauer in der Otto-Renner-Straße (südlich vom Media-Markt) statt. Wie jedes Jahr wird ein interessantes Programm geboten. Neben vielen Apfel- und Birnensorten sind wieder viele heimische Pilzarten zu bewundern, die unser Pilzspezialist Gerd Fischer präsentieren und erläutern wird. Familie Held aus Hittistetten stellt Kürbisse in allen Größen und deren Verwendung vor. Mit den Neu-Ulmer Imkern, dem Apfelsaftproduzenten Robert Weber und dem Korbflechter Oskar Wittmann werden interessante Stände und Informationen angeboten.

Die Landfrauenvereinigung der örtlichen Landwirte werden mit einem Infostand über die Landwirtschaft berichten und einige regional erzeugte Produkte vorstellen. Ein kleiner Streichelzoo wird auch den Kindern einige Tiere vom Bauernhof nahe bringen.

Mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Falls auch Sie den GAU mit einer Kuchenspende unterstützen wollen, melden Sie sich bitte bei Frau Gebhart Tel. (07307) 7687 oder Frau Freitag Tel. (07307) 6111.




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